HANDWERK – Bestattung in Frauenhänden


Alle – Kinder, Frauen und Männer –
sind von Frauen geboren worden.

Hebammen unterstützen Gebärende,
waschen und versorgen Neugeborene.

FährFrauen begleiten am Lebensende
und an der Schwelle zur Anderswelt.

Sie betten Tote zur Ruhe und gestalten
mit Dableibenden den Abschied.
  



> Für die Vorausschauenden

Klar formulierte Wünsche geben allen Betroffenen Sicherheit
Beratungsangebote ganz konkret
Letzte Wünsche über eine palliative Pflege hinaus

> Für die Toten
Begleitung durch die Zeit zwischen den Zeiten
Bestattungshandwerk Hand in Hand
Abschied gestalten, Abschied feiern
> Für die Dableibenden

Trauer – eine Antwort auf Verlust

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Für die Vorausschauenden
Klar formulierte Wünsche geben allen Betroffenen Sicherheit
Welches Schicksal uns im Leben und im Sterben in Zukunft ereilen wird, wissen wir nicht. Gesundheit, Autonomie und Bewusstheit sind kostbare, aber flüchtige Werte. Gerade darum macht es Sinn, die eigenen Wünsche frühzeitig und in voller geistiger Klarheit zu formulieren.

Mit einer Patienten- und Bestattungsverfügung tun Sie zuerst mal sich selbst einen Gefallen. Sie schaffen aber auch Klarheit und Sicherheit für jene Menschen, welche Ihre Interessen stellvertretend wahrnehmen sollen, falls Sie selber eines Tages nicht mehr entscheiden und handeln können.

Gerade weil wir nicht wissen, was die Zukunft uns bringt, ist es gut zu wissen, dass uns nahestehende Menschen unsere Wünsche kennen und von uns bevollmächtigt sind, diese in unserem Sinn umzusetzen.

Beratungsangebote ganz konkret
Wir informieren Sie über die zwischenmenschlichen und die rechtlichen Vorteile von VorherSehungen.
Wir beraten Sie beim Verfassen Ihrer Patientenverfügung.
     Wir inspirieren Sie beim Formulieren Ihrer Bestattungswünsche.
Wir ermutigen Sie oder begleiten Sie auf Wunsch zu Gesprächen mit Verwandten, FreundInnen und Fachleuten, damit diese über Ihre Wünsche Bescheid wissen.
Wir nehmen Ihre Bestattungswünsche – falls uns darin eine Aufgabe zugedacht ist – verbindlich in Obhut und sorgen für deren Umsetzung.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Bestattung bei uns vorgängig verbindlich finanzieren können.

Letzte Wünsche über eine palliative Pflege hinaus

Wir FährFrauen sehen uns als Ergänzung zur mittlerweile gut ausgebauten Palliativpflege. Dabei richten sich Pflege und Behandlung nicht mehr auf Heilung aus, sondern streben ein möglichst schmerzfreies, bewusstes und geborgenes Sterben an. In den ambulanten Diensten zu Hause und in Spitälern und Heimen treffen wir heute meist auf sorgfältige, professionelle und respektvolle Pflege und Betreuung von Sterbenden.

Wir erleben immer wieder, dass Betroffene oder ihre Angehörigen und Freunde Wünsche und Anliegen haben, welche den Rahmen einer palliativen Pflege sprengen. Manche dieser Wünsche sind ganz konkret, andere wiederum fast unfassbar. Wir nehmen diese Wünsche ernst, geben ihnen Gehör und Raum und engagieren uns für deren Erfüllung und/oder Umwandlung, in welcher Form auch immer...
Merkblatt Vorausschauend wünschen – warum eigentlich?
Checkliste für Patientenverfügung und Bestattungswünsche

Für die Toten
Begleitung durch die Zeit zwischen den Zeiten

Als FährFrauen sind wir Begleiterinnen für die Toten. Wir gewähren ihnen Zeit und Aufmerksamkeit im Übergang aus dem körperlichen Dasein hinaus. Wenn wir zu den Toten gerufen werden, bringen wir Ruhe mit und das Wissen, dass Tod und Abschied Zeit brauchen und Zeit bekommen können. Wir nehmen Anteil und begleiten durch die Zeit zwischen den Zeiten.

Als FährFrauen schaffen wir Raum und Zeit für die Dableibenden. Sie wissen selbst, was ihnen guttut: Nähe oder Distanz, Bewegung oder Ruhe, Reden oder Schweigen. Wir erfragen ihre Wünsche und nehmen ihre Bedürfnisse ernst. Die Gefühle dürfen so sein, wie sie sind. Für den Moment müssen sie nichts leisten, nichts entscheiden, nichts organisieren. Es genügt, einfach da zu sein mit allem, was ist und was fehlt.

Wir wissen – bei den einen früher, bei den andern später –, irgendwann kommt Bewegung auf, pocht ein innerer Impuls zum Handeln, wächst der Wunsch, etwas Konkretes zu tun. Wir nehmen diese Impulse auf, sortieren mit Ihnen zusammen Wichtiges von Unwichtigem.

Bestattungshandwerk Hand in Hand
Als FährFrauen begleiten wir im Todesfall sicher, respektvoll und aufmerksam durch den Strudel intensiver Gefühle und schwieriger Entscheidungen. Alles, was wir tun, tun wir Hand in Hand mit den Dableibenden. Wir ermutigen sie, ihren Wünschen nachzuleben, eigene Ausdrucksformen zu finden und eigene Wege zu gehen.

Wir waschen und pflegen die Toten, kleiden sie ein, gestalten Aufbahrungen, schweigen und singen für sie und halten auf Wunsch Totenwachen.
Wir gestalten den Sarg passend zu den Toten und betten sie sorgfältig zur Ruhe. Blumen, Stoffe, Farben, kleine Zeichen der Erinnerung, alles findet seinen angemessenen Platz.
     Wir kennen uns aus mit den nötigen Papieren und begleiten auf Wunsch beim Gang zu den verschiedenen Ämtern.
Wir helfen bei der Formulierung und Gestaltung von Anzeigen und Inseraten, wir organisieren Druck, Publikation und Versand.
Wir organisieren und begleiten die Überführung der Toten zur Erdbestattung auf den Friedhof oder zur Feuerbestattung ins Krematorium.

Abschied gestalten, Abschied feiern

Es gibt unzählige Orte und Formen für Abschiedsfeiern. Sie sollen einerseits dem Leben und der Persönlichkeit der Toten, aber auch den Bedürfnissen der Dableibenden entsprechen.

Wir organisieren, gestalten und leiten individuelle Abschiedsfeiern.
Wir organisieren, gestalten und leiten Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen auf dem Friedhof.
Wir formulieren und/oder sprechen Abschiedsworte und suchen Symbole, Ausdruck und Gesten für das, was in Worten nur schwer zu sagen ist.
Wir singen, spielen oder vermitteln passende Musik.
Wir leiten und gestalten Urnenbeisetzungen im Friedwald oder Ascheverstreuungen in der Natur, an bedeutsamen Kraftorten und an individuellen Erinnerungsplätzen.

Speis und Trank im Kreis der Dableibenden, zur Stärkung und als Bekräftigung für den bevorstehenden, nun veränderten Lebensweg gehören mit dazu.

Für die Dableibenden
Trauer – eine Antwort auf Verlust

Stirbt ein vertrauter Mensch, bleiben nach der Bestattung Leere und nicht selten auch Einsamkeit zurück. Die Verwandten reisen wieder ab, die Nachbarn ziehen sich diskret zurück, Freundinnen und Freunde müssen ihren eigenen Alltag bewältigen und am Arbeitsplatz erwarten Teammitglieder und Vorgesetzte schon bald wieder „normale“ Leistungen.

Wir ermutigen die Dableibenden im Ausdruck ihrer Trauer und im Durchleben des Abschieds. Ob dies im Gespräch oder im Schweigen, gemeinsam mit andern Trauernden oder zu zweit, allein, daheim oder auf Reisen geschehe, bestimmen die Betroffenen selbst. Sie wissen am besten, was ihnen bekommt.

Wir beraten und unterstützen Sie bei der Gestaltung persönlicher Erinnerungsorte.
Wir lassen uns ein, wenn es für Sie Zeit wird, z.B. über die Kleider der Toten zu entscheiden.
     Wir gehen Ihnen zur Hand, wenn es gilt, leer gewordene Lebensräume aufzulösen oder für einen neuen Lebensabschnitt neu einzurichten.

Als FährFrauen begleiten wir auf Wunsch auch nach der Bestattung bis hin zu einem sich allmählich neu ausrichtenden Dasein.
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