WICHTIGE FRAGEN – Alles hat seine Zeit


      
Der Tod berührt, wühlt auf, löst auf,
unaufhaltsam, unterbittlich, radikal.

Zeitraum zwischen den Zeiten,
schwebend zwischen den Welten.

Am äussersten Rand des Lebens
befindet sich alle Zeit der Welt.

Lassen Sie sich Zeit! Geben Sie sich Zeit!
Ist der Tod da, ist die Zeit gekommen.


> Vordringliche Fragen im Todesfall

Jemand stirbt zu Hause, was ist zu tun?
Aufbahren, Einsargen, Überführen
Wenn jemand im Spital oder im Heim stirbt ...
Bei ausserordentlichen Todesfällen ...

> Wichtigste Fragen zur Bestattung

Welche Entscheidungen stehen im Todesfall an?
Erdbestattung auf dem Friedhof
Feuerbestattung und Aschefreiheit
Aschebeisetzung in der Natur
Individuelle Gestaltung der Abschiedsfeier

> Was kostet eine Bestattung?

Das Bestattungswesen ist regional organisiert/finanziert
Kosten einer Bestattung im Kanton Zürich
Preise und Preisbeispiele bei den FährFrauen
Fonds für soziale Härtefälle
Spendenempfehlungen

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Vordringliche Fragen im Todesfall
Jemand stirbt zu Hause, was ist zu tun?

Lassen Sie sich Zeit zum Atmen und Begreifen. Vielleicht mögen Sie eine Kerze anzünden, eine leise Musik auflegen, sich einen Tee aufbrühen und einen Moment lang in die neue Stille horchen. Sie haben jetzt genügend Zeit zur Verfügung, nämlich 48 Stunden. In dieser Frist sind Sie als Angehörige verpflichtet, den Tod dem Zivilstandsamt der Wohnsitzgemeinde zu melden. Sie werden im Verlauf dieser 48 Stunden einen Arzt, eine Ärztin kommen lassen, um den Tod zu bestätigen und einen Totenschein auszustellen. Mit diesem, einem Personalausweis des/der Verstorbenen und – falls vorhanden – mit dem Familienbüchlein müssen Sie dann den Tod auf dem Zivilstandsamt/Bestattungsamt der Wohngemeinde anmelden.

Aufbahren, Einsargen, Überführen

Manche Hausärzte greifen gleich nach der Feststellung des Todes zum Telefon und veranlassen die Überführung in eine Aufbahrungshalle oder ins Krematorium. Sie müssen wissen, dass es möglich und manchmal auch ratsam und wünschenswert ist, die Toten noch eine Weile zu Hause aufzubahren und im gewohnten Umfeld zusammen mit Angehörigen und FreundInnen von ihnen Abschied zu nehmen. Wenn Sie das wünschen, kommen wir FährFrauen, um Hand in Hand mit Ihnen die Verstorbenen zu waschen, einzukleiden und aufzubahren. Vor der Überführung – im Kanton Zürich vom Zivilstandsamt/Bestattungsamt organisiert und finanziert – bringen wir FährFrauen den leeren Sarg und betten die Verstorbenen für ihre letzte Reise ein und richten sie zusammen mit Ihnen schön her.

Wenn jemand im Spital oder im Heim stirbt ...
... verständigt das Pflegepersonal den Arzt und in der Regel auch das zuständige Zivilstandsamt/Bestattungsamt. Als Angehörige suchen Sie am besten das Gespräch mit den Pflegenden und/oder der Heimleitung und fragen nach dem üblichen Ablauf in dieser Institution. Dabei ist es wichtig, dass Sie Folgendes bedenken: Die Toten müssen nicht sofort in einen Kühlraum oder eine Aufbahrung überführt werden. Es ist möglich und oft hilfreich, sie zur Aufbahrung und für den persönlichen Abschied noch eine Weile im Sterbezimmer zu behalten und selber bei der Totenpflege und dem Einkleiden dabei zu sein. Getrauen Sie sich, Ihre Anliegen und Wünsche den Fachleuten gegenüber klar zu äussern!

Bei ausserordentlichen Todesfällen ...

... wie Unfall, Freitod oder Verdacht auf Gewalt von aussen muss immer die Polizei verständigt werden. In der Regel werden die Verstorbenen zur exakten Feststellung der Todesursache ins gerichtsmedizinische Institut überführt. Welcher Freiraum für den persönlichen Abschied bleibt, ist stark von der jeweiligen Situation und vom Ablauf der Untersuchungen abhängig. Wir können darum keine verbindlichen Aussagen über die Möglichkeiten des persönlichen Abschieds machen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Wünsche von Angehörigen, welche klar und mit Nachdruck geäussert werden, in der Regel Gehör finden.

Wichtige Fragen zur Bestattung
Welche Entscheidungen stehen im Todesfall an?
Auf dem zuständigen Zivilstandsamt/Bestattungsamt werden Sie in allen Belangen der Bestattung beraten. Sie müssen zwischen Erdbestattung (was für ein Sarg?) und Kremation (was für eine Urne?) wählen und Sie werden gefragt, wann und wo Sie eine Beisetzung (auf welchem Friedhof? welche Grabart?) und eine Abschieds­feier durchführen wollen (welcher Pfarrer? mit oder ohne Orgel?). Es ist darum ratsam, sich schon vor dem Gang aufs Zivilstandsamt/Bestattungsamt mit diesen Fragen zu befassen. Dabei sind folgende Informationen vermutlich hilfreich.

Erdbestattung auf dem Friedhof
Wenn Sie sich für eine Erdbestattung entschliessen, muss diese zwingend auf einem offiziellen Friedhof gemäss den dort üblichen Friedhofreglementen erfolgen. Erdbestattungen ausserhalb von Friedhöfen sind in der Schweiz nicht gestattet.

Feuerbestattung und Aschefreiheit
Wenn Sie sich für eine Kremation entschliessen, profitieren Sie von der schweizweit geltenden Aschefreiheit. Sie können frei wählen, wo und wie Sie die Asche aufheben, beisetzen oder ausstreuen wollen. Auf den Friedhöfen stehen in der Regel Gemeinschaftsgräber, Urnenreihengräber oder Urnennischen – vereinzelt auch Baumgräber – zur Verfügung. Sie dürfen die Urne aber auch auf einem privaten Grundstück (Garten, Wald, Wiese ...) beisetzen. Sie müssen die Urne nicht beisetzen; wenn sie dies wünschen, können Sie sie auch in Ihrem persönlichen Umfeld aufstellen oder aufheben.

Aschebeisetzung in der Natur
Das Schöne an der schweizerischen Aschefreiheit ist, dass es uns erlaubt ist, die Asche an einem von uns gewählten Lieblingsort in die Kreisläufe der Natur zurückzugeben. Asche ist mineralisch und rein und darf darum mit einem Gewässer (See, Fluss, Bach ...) fliessen, sie darf in den Bergen vom Wind weggetragen werden, wir dürfen sie zu den Wurzeln eines alten Baumes schütten oder auf einer Wiese in die vier Himmelsrichtungen ausstreuen. Dies sind nur einige Beispiele, vielleicht haben Sie einen ganz eigenen Wunsch.

Individuelle Gestaltung der Abschiedsfeier

In der Gestaltung des Abschieds sind Sie ebenfalls ganz frei. Sie können jenen Ort und jene Form wählen, die der Persönlichkeit des/der Verstorbenen und Ihren eigenen Bedürfnissen entsprechen. Falls Sie eine kirchliche Abdankung wünschen, wenden Sie sich ans zuständige Pfarramt. Falls Sie eine nicht kirchlich orientierte Abschiedsfeier gestalten möchten, beraten wir Sie gerne, bereiten diese Feier mit Ihnen vor und leiten sie entsprechend Ihren Gestaltungswünschen.

Was kostet eine Bestattung?
Das Bestattungswesen ist regional organisiert/finanziert
Die Bestattungstraditionen sind von Region zu Region sehr unterschiedlich und entsprechend ist auch die Aufteilung der Kosten zwischen der Trauerfamilie und der Öffentlichkeit sehr unterschiedlich geregelt. Tendenziell ist der Aufwand fürs Begräbnis in ursprünglich katholischen Gebieten mehrheitlich von den Familien zu tragen, in ursprünglich reformierten Gebieten finanzieren und organisieren die Gemeinden Teile oder sogar die ganze Bestattung. Die Details müssen vor Ort bei der zuständigen Zivilstandsgemeinde erfragt werden.
Kosten einer Bestattung im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich hat jede Person Anrecht auf eine kostenlose einfache Standardbestattung. Dabei werden ein schlichter Sarg und eine einfache Urne zur Verfügung gestellt. Einsargen, Überführung, Kremation und Grablegung erfolgen im Auftrag und auf Kosten der Zivilstandsgemeinde. Wenn die Trauerfamilie spezielle Wünsche hat, werden diese in Rechnung gestellt. Miete des Grabes, Grabstein und Grabpflege sind Sache der Familie.

Preis und Preisbeispiele bei den FährFrauen
Die Angebote der FährFrauen ergänzen die einfachen Standardbestattungen der Gemeinde. Art, Umfang und Auftrag an die FährFrauen können von den Verstorbenen zu Lebzeiten in einer VorherSehung geregelt oder von Dableibenden in der aktuellen Situation definiert werden. Die Kosten gehen zulasten der Trauerfamilie. Die FährFrauen verrechnen ihren Aufwand nach Zeit (exkl. Spesen und Materialaufwand) mit Fr. 120.– pro Stunde.

>  Preisliste und Preisbeispiele als PDF


Fonds für soziale Härtefälle
Es ist uns ein Anliegen, dass auch Menschen mit geringem Einkommen oder Vermögen eine individuell ausgerichtete Bestattung bekommen können. Preisreduktionen gewähren wir gerne in dem Rahmen, wie uns dafür Mittel aus Spenden an den Verein FährFrauen zur Verfügung stehen. Je nach Umstand engagieren wir uns auch dafür, externe Kostenträger zu finden.
Spendenempfehlungen

Blumen gehören zu einem Abschied, darum gefällt uns der Satz „Anstelle von Blumen gedenke man ...“ eigentlich nicht. Trotzdem freuen wir uns, wenn der Verein FährFrauen als Spendenempfehlung auf Todesanzeigen erscheint. Die Gelder aus Todesfallspenden fliessen in den Sozialfonds
(siehe oben).

Spendenkonto bei der Post 87-727122-7, Verein FährFrauen
IBAN CH39 0900 0000 8772 7122 7



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