WIR ÜBER UNS – Was uns wert und wichtig ist


Wir lassen uns ein und begleiten
in Respekt und Wertschätzung.

Wir horchen und schweigen in die
Wortlosigkeit hinein, ins Unsagbare.

Wir ermutigen, die Ungewissheit
über alles Kommende auszuhalten.

Wir sind einfach da in offener
Gelassenheit wider alle Vernunft.



> FährFrauen Netzwerk

Wir sind rund um die Uhr für Sie da!

> FährFrau Sabine Brönnimann
> FährFrau Martina Kühl-Schläpfer
> FährFrau Marianne Schoch
> Lernende FährFrau Evelyn Hartmann

> Lebensverständnis und Werthaltung
Verständnis von Leben und Tod
Die Haltung der FährFrauen
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Das FährFrauen Netzwerk
Fachfrauen sind rund um die Uhr für Sie da

Das FährFrauen Netzwerk ist ein Zusammenschluss erfahrener Fachfrauen im Bestattungshandwerk, in der Gestaltung von Abschied und in der Begleitung der Dableibenden. Als mobiles Team stehen wir überregional zur Verfügung, arbeiten interdisziplinär, sind jederzeit erreichbar und handeln zeitlich sehr flexibel.

Die Anlegestellen unserer Fähren befinden sich überall dort, wo Sie uns zur Überfahrt rufen. Wir FährFrauen sind räumlich mobil, zeitlich flexibel und suchen Sie überall dort auf, wo Sie unsere Begleitung brauchen. Wenn Sie uns rufen, lösen wir die Leinen, nehmen das Ruder fest in die Hand und steuern unsere Fähre bei jedem Wetter in die Strömungen und Strudel des Lebens hinaus.

Der 24hRuf 044 865 47 44


Das ist der Vorteil unseres Netzwerkes: Eine FährFrau nimmt Ihren telefonischen Ruf zu jeder Tages- und Nachtzeit entgegen, hört Ihnen zu, klärt Ihr Anliegen und bespricht mit Ihnen die nächsten Schritte. Die FährFrau am Telefon weiss, wie und wo die regional tätige FährFrau zu erreichen ist oder kommt bei Bedarf selber auf dem schnellsten Weg zu Ihnen.



FährFrau Sabine Brönnimann

„Als Kind wusste ich, dass ich 84 Jahre alt werde. Daran habe ich mich ausgerechnet an meinem 42. Geburtstag erinnert. So stand ich ganz unerwartet im Zenit meines Lebens. Viel änderte sich für den Moment nicht, aber aus meinem zyklischen Verständnis heraus verschob sich mein Interesse immer mehr. Bis dahin kreiste alles ums Werden, ums Nähren und ums Wachsen. Aber den andern, den „nidsigehenden“ Teil des Lebensbogens, konnte ich nicht mal in Worte fassen, seine Inhalte und Qualitäten waren mir noch verborgen.

Ich machte mich auf die Suche und erfand unterwegs einen neuen Beruf.

Ich bin jetzt FährFrau, Bestatterin, Totenrednerin,

Daniel Rihs   
Begleiterin in Abschied, Tod und Trauer. Mit der Zeit sind andere FährFrauen dazugekommen. Unser Wissen, unser handwerkliches Können und unsere Haltung vertiefen sich mit jeder neuen Aufgabe. Dabei lege ich persönlich grossen Wert auf die gemeinsame Reflexion und den interdisziplinären Austausch. So gewinnt mein neuer Beruf immer klarere Konturen und mein Leben steht wieder ganz im Zeichen seines natürlichen Verlaufs.“
Berufserfahrung und Bildungshintergrund

Mitbegründerin der FährFrauen, Weiterbildungen und autodidaktisches Lernen als Bestatterin, Ritualleiterin, Totenrednerin und Autorin

Diplom als Gruppenleiterin/Erwachsenenbildnerin (SVEB 1-3) in themenzentrierter Interaktion (TZI) am Ruth Cohn Institut (RCI-WILL Schweiz)
Mitarbeiterin und später Leiterin des Mühleramas (Mühlenmuseum) mit diversen Weiterbildungen zur Museumspädagogin und Ausstellungsmacherin
Aussteigerin und engagierte Feministin, Milchschafhalterin und selbständiges „Gartehäxli“ auf Stadtboden
Diplom als Sozialpädagogin mit längerer Berufstätigkeit in Kinder-, Jugend- und Behindertenheimen

FährFrau Martina Kühl-Schläpfer

„In meiner Kindheit habe ich erfahren, wie verwirrt und hilflos es mich zurückgelassen hat, vom Sterben und vom Tod nur zu hören und keine sinnlich begreifbaren Erlebnisse machen zu dürfen. Ich habe erlebt, wie liebe verstorbene Menschen einfach abschiedslos und unsichtbar „verschwunden“ sind, gestorben halt. In meinem Beruf als Pflegefachfrau konnte ich mich mit diesem Lebensthema vertiefter auseinandersetzen und doch hat mir etwas gefehlt.

Vor einigen Jahren begegnete ich den FährFrauen. Die Art und Weise, wie sie sich all

den Fragen rund um Sterben und Abschiedwidmen, hat mich aufatmen lassen. Die Haltung, den Tod ins Boot auf dem Lebensfluss einzuladen und mitreisen zu lassen, fühlt sich für mich sehr wohltuend und stimmig an. Durch mein mehrjähriges Dabeisein an den Gesprächen, Kulturangeboten und Ritualen des Vereins haben sich meine mitgebrachten Voraussetzungen für die Aufgabe als FährFrau vertieft und erweitert. So bin ich hineingewachsen in den Beruf FährFrau, in den ich alle meine bisherigen Tätigkeiten und Erfahrungen einbringen kann.“
Berufserfahrung und Bildungshintergrund

Erstausbildung zur Pflegefachfrau

Familienzeit mit zwei Töchtern und als Tagesmutter
Weiterbildungen in Erwachsenenbildung, Beratung und Körpertherapie
Lehrgang in spiritueller Sterbebegleitung
Langjährige Erfahrung in meditativem Tanz

FährFrau Marianne Schoch

„Wenn man mich vor wenigen Jahren gefragt hätte, welche Visionen ich für den Rest meines  Berufslebens noch habe, ich wäre nicht auf Bestatterin, auf FährFrau gekommen. Das Leben hat mich herangeführt.

Nach der Geburt meiner beiden Söhne war ich so tief berührt vom Erlebnis Schwangerschaft, Geburt und Muttersein, dass ich mich zur Geburtsvorbereiterin ausbilden liess und von da an junge Menschen, die ein Kind erwarteten, begleitete und in Kursen auf Geburt und Elternsein vorbereitete.

Ich war ständig mit dem Wunder des entstehenden Lebens, mit Wachsen und Werden in Kontakt. Mit 49 habe ich gespürt, dass das nun nicht mehr mein Thema war, dass etwas Neues kommen wird. Mit der Krankheit und dem Sterben meines Vaters wurde ich behutsam, sanft und gleichzeitig klar und unerbittlich an meine neue Aufgabe im Leben herangeführt. Ich wollte Bestatterin werden, Menschen in Tod, Abschied und Trauer begleiten und damit im zyklischen Werden und Vergehen des Lebens weitergehen. So bin ich FährFrau geworden.
Berufserfahrung und Bildungshintergrund
•   Aufbau der Gruppe FährFrauen Bern-Mittelland
•   Thementage (interner Bildungsgang) der FährFrauen
•   2 Jahre Tätigkeit als Bestatterin
•   Diplom als Geburtsvorbereiterin und Kursleiterin (SVEB)
•   Diverse Kurse und Weiterbildungen in kreativem Schreiben, Kommunikation,    Persönlichkeitstraining, Körperarbeit
Lerndende FährFrau Evelyn Hartmann

Als ich acht Jahre alt war, drückte mir mein Grossvater zum ersten Mal das Ruder einer Fähre in die Hand und wir setzten über. Damals ahnte ich nicht, dass mein Leben mich einmal an das Ruder einer etwas anderen Fähre und in Richtung Bestattungshandwerk und Abschiedsgestaltung führen würde. Als Märchenerzählerin habe ich allerdings ein tiefes Gespür dafür, dass man manchmal ganz wundersame Wege gehen muss, um schliesslich dahin zu gelangen, wohin man gelangen soll – wenn man denn der inneren Stimme folgen mag. Es war vor allem meine langjährige Krankheit, die mich führte und mein Verständnis für die Lebenszyklen förderte. Durch sie habe ich viel über das Leben und über den Tod erfahren, über Extremsituationen und schwierige Fahrwasser. Schliesslich bin ich mit den FährFrauen, deren

Haltung und Ethik ich schon seit langem als Vereinsfrau unterstützte, immer vertrauter geworden. Eines Tages warfen sie mir die Leine zu, und ich bin als Lernende zu ihnen ins Boot gestiegen.
Berufserfahrung und Bildungshintergrund
•   Diverse Kurse und Weiterbildungen in Persönlichkeitstraining, Stimmbildung
   und Körperarbeit
•   Schreiben von Artikeln zu den Themen „Märchen, Mythen, Jahreskreis und
   Brauchtum“ für die Zeitschrift „Märchenforum“
•   Ausbildung zur Märchenerzählerin
•   Anwaltsassistentin
•   Lehre als Buchhändlerin
Lebensverständnis und Werthaltung
Verständnis von Leben und Tod

Das Leben verläuft in zyklischer Wechselwirkung von Werden und Vergehen, von Hell und Dunkel, von Herkommen, Dasein und Weggehen. Der Tod ist ein natürlicher Aspekt unseres körperlichen Daseins, eine Reise über die Grenzen des Fassbaren hinaus. Leben und Tod sind gleichwertig, das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Als Menschen sind wir sowohl eigenständig und selbstbestimmt wie auch hinfällig und von anderen abhängig. Unser Leben unterliegt einem permanenten Wandel, wir wollen uns dabei aufs Altern, auf Abschied und auf Trauer einlassen. Wir sind herausgefordert und befähigt, diese Erfahrungen und Gefühle zu tragen, zu gestalten und zu integrieren.

Haltung der FährFrauen
Für alle im Namen der FährFrauen in Kultur und Handwerk engagierten Frauen gilt die in den Ethikrichtlinien formulierte Grundhaltung (Auszug):
FährFrauen
       ermutigen zur Wahrnehmung – es ist, wie es ist!
       ermutigen zum Ernstnehmen – Gefühle kommen und gehen!
       ermutigen zur Entschleunigung – alles hat seine Zeit!
       ermutigen zur Echtheit im Ausdruck – nur das hat Kraft!
FährFrauen
       arbeiten mit Empathie und in Echtheit
       kennen den Unterschied zwischen Mitfühlen und Mitleiden
       übernehmen für sich und ihr Handeln Verantwortung
       kennen und respektieren ihre fachlichen und persönlichen Grenzen
       tun, was ihrer Überzeugung entspricht
       stellen ihre professionelle Arbeit in Rechnung

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