KULTURin Anerkennung des Todes leben

 

KULTUR – in Anerkennung des Todes lebenDer Tod ist uns fremd geworden,
wir kennen weder Ort noch Zeit.

Viele Menschen haben Angst vor
der Ungewissheit und dem Sterben.

Der Tod lässt sich nicht ewig verdrängen,
früher oder später neigt sich meine Zeit.

Darum gehören Tod und Abschied so nahe
zum Leben wie Werden und Wachsen.

 

"Der Tod gehört mitten ins Leben!"

Die Dauerausstellung im Keller des Museums für Archäologie in Frauenfeld gibt Einblick in Bestattungen, Grabbeigaben und Totenriten, wie sie aus Grabungen im Kanton Thurgau abgeleitet werden können. Innerhalb der Ausstellung gibt eine Hörstation Einblicke in die Abschieds- und Bestattungskultur unserer Zeit. Dort erzählt Sabine Brönnimann über den Beruf und die Haltung der FährFrauen.

> Interview mit Sabine Brönnimann

 

 

WENN DIE ZEIT SICH NEIGT

Eine FährFrau begleitet bei Abschied, Tod und Trauer

 

Buch von Sabine Brönnimann

 

Buch von Sabine Brönimann

Kösel-Verlag München
Juli 2012
ISBN 978-3-466-37038-2
www.koesel.de

Ob sich nun die eigene Zeit neigt oder das Leben eines geliebten Menschen … Abschied und Tod machen vielen von uns Angst. FährFrauen laden zu einer aufmerksam begleiteten Überfahrt ein. An den Ufern des Lebens kümmern sie sich um das Wohl der Toten und steuern die Fähre sicher durch die Strudel des emotionalen Abschieds. Sie kennen die nährende Kraft von Bestattungsritualen und sie vertrauen darauf, dass die Dableibenden trotz radikal verändertem Alltag ihren Weg durch die Trauer finden werden. FährFrauen wissen aus Erfahrung, dass Abschied gelingen kann.

 

Dieses Buch erzählt Geschichten von beklemmender Angst und berührender Trauer, aber auch Geschichten vom Vertrauen. Die Autorin lässt sich ein, beobachtet genau und trägt Momente der Stille mit. Sie denkt über die Hürden und Verstrickungen des Lebens nach und schaut in die Abgründe bodenloser Leere. Als FährFrau fasst sie das Unbeschreibliche in klare Worte und ermutigt zum Wagnis innerer Gelassenheit wider alle Vernunft.

«Ein herzensgutes Buch. Auf einmal verstehe ich die Welt und weiss, warum mein Leben so schön ist – DANKE!» Susanne Härlen

FährFrauen-Treff in Winterthur


Für Menschen, die über die Höhen und Tiefen des Lebens und über Abschied, Tod und Trauer nachdenken und reden wollen.

Wann

Aufgrund der aktuellen Situation kann der Treff vom 4. Dezember 2020 nicht stattfinden.

 

Jeweils an einem Freitag in der ersten Monatshälfte von 11 bis 12.30 Uhr. Nach dem Gespräch kann, wer will, gemeinsam ein einfaches Mittagsmenü geniessen.

 

Daten 2021: 8. Januar / 5. Februar / 5. März / 9. April / 7. Mai / 4. Juni ./ 9. Juli / Sommerpause / 3. September / 1. Oktober / 12. November / 3. Dezember 2021

Wo

Alte Kaserne Winterthur, Technikumstrasse 8, 8403 Winterthur, Raum "Projekt Ost", 3. Stock (Lift vorhanden)

Preis

Die Kosten für den Gesprächs-Treff trägt der Verein FährFrauen. Speis und Trank bezahlen die TeilnehmerInnen selbst.

 

Worum geht es bei diesem Treffen?

Wie fühlen sich Trennung und Verlust an? Wie erlebst du Abschied? Kennst du die Abgründe und die Leere der Trauer? Träumst du auch manchmal davon, dass sich Krankheit, Alter und Tod umschiffen liessen? Oder kannst du gelassen hinnehmen, dass sich im Leben Begrenzungen und Schatten abzeichnen anstelle von grenzenlosem Sonnenschein und ‚ewiger Jugend’?

 

Schmerz, Angst und Trauer tauchen auf jedem Lebensweg auf, manchmal leise, manchmal in tiefer Bodenlosigkeit. Obwohl alle diese Gefühle kennen, ist es oft schwer, ein Gegenüber zu finden für ein Gespräch über diese Er­fahrungen – insbesondere dann, wenn man mehr Sorgen hat als Vertrauen.

 

Wer sind die FährFrauen – wer ist zum Treffen eingeladen?

Der Verein FährFrauen engagiert sich für mehr Gelassenheit im Umgang mit Abschied, Tod und Trauer. FährFrauen verstehen sich als ‚Hebammen im Todesfall’. Eingeladen sind alle interessierten und/oder betroffenen Menschen – Frauen wie Männer – egal, ob aus Neugier, zum Kennenlernen, nach einer Verlusterfahrung oder angesichts eines sich ankündigenden Abschieds.

 

Wäre der FährFrauen-Treff ein guter Ort für mich?

Bist du nicht ganz sicher, ob du in dieser Runde etwas beizutragen hättest? Musst du auch nicht! Wenn es dir nicht ums Reden ist, dann darfst du dich gerne still zu uns an den Tisch setzen. Erzählen ist freiwillig, Zuhören ist Pflicht. Wir machen uns auf Spurensuche – ohne Anspruch auf allgemeine Lösungen, Gewissheiten oder gar Trost. Niemand weiss abschliessend Be­scheid über die Vorgänge bei Trennung, Verlust und Abschied, aber wir ahnen, dass diesen Gefühlen mit dem Verstand nicht beizukommen ist. Darum üben wir gemeinsam jene Haltung, die auch sonst im Leben förderlich sein kann:

 

> Offenheit und Neugier gegenüber dem Unbekannten

> Selbstvertrauen und Mut zum Vertrauen in andere!

 

> Lebensfreude und Gelassenheit wider alle Vernunft!

<FährFrauenPost>


Vierteljährlich erscheint eine neue Ausgabe der <FährFrauenPost>. Sie gewährt Einblick in die Gefühlswelten von Menschen in Abschied und Trauer, erzählt aus dem Alltagsgeschehen und den aktuellen Erfahrungen der FährFrauen, gibt Denkanstösse rund um die Themen Leben und Tod und vermittelt Kulturkontakte.

 

Die <FährFrauenPost> wird per Mail verschickt und finanziert sich über Spenden. Wer seine Mailadresse in den Verteiler setzen lassen oder vom Verteiler wieder gestrichen werden will, schickt ein entsprechendes Mail an info@faehrfrauen.ch ans FährFrauen Büro

 

 

> zur Druckversion FF-Post 52. Ausgabe

 

Seelensingen im Jahreskreis

 

Für Frauen, Männer und Kinder, die sich verabschieden müssen oder mussten, und für alle, die sich auf den Zeitenwandel einlassen und bewusst im Rhythmus der Natur mitschwingen und -klingen wollen.

 

Hinaustreten in die Klarheit des Frühlings

Den Vögeln lauschen – sie zaubern Frühlingserwachen in die Luft. Dem Wasser folgen – es erzählt von Wandel und Verwandlung. Die Nähe der Felsen erfahren – sie säumen unseren Weg. Die eigene Stimme erheben und kraftvoll hinaustreten in die klare Luft des Frühlings.

 

 

Sonntag, 29. März 2019, 11 Uhr in der Verenaschlucht von Solothurn

Treffpunkt: Parkplatz Kirche St. Niklaus. Ab Bahnhof Solothurn Bus Nr. 4 Richtung Rüttenen bis Bushaltestelle St. Niklaus

 

Sanft und still in den Winter gleiten

Der Tradition folgend feiern wir in den frühen Abendstunden von Allerheiligen ein schlichtes Ritual am Wasser. Singend verbinden wir uns mit den Menschen, die uns verlassen haben. Wir legen unsere Gefühle, Wünsche und Grüsse als schwimmende Lichter auf den Fluss und entlassen die Toten in Stille auf ihre Reise ins Land der Seelen.

 

Jahr für Jahr am 1. November  

2020: In diesem Jahr findet das Totengedenken aufgrund der besonderen Lage in Stille statt. Impulse, wie Sie das Totengedenken für sich gestalten können, finden Sie hier im PDF:

 

> zur Druckversion "Absage des Totengedenkens 2020"

 

Treffen in Eglisau am Rhein um 18.30 Uhr
An der Kirche vorbei ein paar Schritte flussaufwärts auf der Wiese der Badi Eglisau.

 

Treffen in Wildegg am Zusammenfluss von Aabach und Aare um 18.20 Uhr
An der Utnerführung beim Bahnhof Wildegg (Aareseite)

 

Treffen in Solothurn an der Aare um 18.30 Uhr 
Am Postplatz, linkes Aareufer etwas oberhalb der Wengibrücke

 

Treffen am Wohlensee (aufgestaute Aare) um 18.00 Uhr
Unter der Wohleibrücke auf der Seite von Wohlen bei Bern

 

Andere Orte: Wir freuen uns, wenn sich auch an anderen Orten und an anderen Gewässern Menschen zusammenfinden und Lichtschiffchen in die Nacht von Allerheiligen hinausschicken. Im Sinne eines sich erweiternden Netzes würden wir gerne um diese Treffen an anderen Gewässern wissen, damit wir uns bewusst von Ort zu Ort miteinander verbinden können.

 

Mitbringen: Wer will, bringt windgeschützte Schwimmlichter aus organischem Material mit. Ausgehöhlte und geschnitzte Räben oder Zierkürbis eignen sich gut als schwimmende Lichter.

FährFrauenForum

Das einmal pro Jahr stattfindende FährFrauenForum ist als Ersatz und als kulturelle Erweiterung für die früher im März stattfindenden VereinsVersammlungen entstanden. Dank der Verschlankung der Vereinsadministration können wir uns jetzt ohne Traktanden und Protokoll treffen und haben wesentlich mehr Raum für persönliche Begegnung und kulturellen Austausch. Das FährFrauenForum dient der Reflexion des eigenen Seins und ermutigt zum Vertrautwerden mit der körperlichen Vergänglichkeit. Die Tagesveranstaltung steht jeweils unter einem Thema und bietet einen kulturellen Input. Die Einladung zum FährFrauenForum erfolgt über die <FährFrauenPost>. 

 

Aufgrund der aktuellen besonderen Lage kann das FährFrauen-Forum in diesem Jahr nicht stattfinden.